Einladung zur AIBM-Jahrestagung im September 2015 nach Stuttgart

Beitrag vom 6. Mai 2015

Zur Jahrestagung der Internationalen Vereinigung der Musikbibliotheken, Musikarchive und Musikdokumentationszentren (AIBM), Gruppe Deutschland laden in diesem Jahr die Stadtbibliothek Stuttgart, die Württembergische Landesbibliothek und die Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart vom 22. bis zum 25. September 2015 in die Baden-Württembergische Landeshauptstadt ein.

Die Stadtbibliothek Stuttgart – Bibliothek des Jahres 2013, vom Deutschen Bibliotheksverband (dbv) und der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius verliehen – bietet in diesem Jahr einen architektonisch attraktiven Tagungsort. Seit 2011 residiert sie im Neubau am Mailänder Platz. Innovative Einrichtungs- und Bibliothekskonzepte wurden hier umgesetzt und regen seitdem die Diskussion über die Rolle der Bibliothek in der heutigen Zeit an. Führungen durch das Gebäude werden die Gelegenheit bieten, die Stadtbibliothek vom Keller bis zur Dachterrasse kennen zu lernen und sich intensiv darüber auszutauschen.

Das vielfältige Tagungsprogramm für die schätzungsweise 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den deutschsprachigen Ländern schlägt einen thematischen Bogen vom Lokalen zum Globalen. Schlaglichter aus dem Stuttgarter Musikleben (z.B. zur Stuttgarter Oper oder SWRMusic) stehen ebenso auf dem Programm wie die Arbeit des Internationalen Quellenlexikons der Musik RISM und die Anpassung der Katalogisierung in Bibliotheken an das internationale Standardwerk RDA. Das digitale Informationszeitalter in Musikbibliotheken wird thematisiert – MusikApps, Digitalisierungsprojekte, Fachinformationsdienst, Webarchivierung. Der Fokus der Öffentlichen Musikbibliotheken richtet sich auch vermehrt auf Zielgruppen, die bisher eher im Hintergrund standen. Inklusion ist hier ein aktuelles Thema, aber auch Angebote zum aktiven Musizieren, z.B. mit Senioren.

Schon fast traditionell widmet sich ein Themenblock der Einführung des neuen Erschließungsstandards RDA. Insbesondere die musikspezifischen Anwendungsregeln stehen hier im Mittelpunkt der Fachdiskussion. Als Grundlage für das Verständnis von RDA wird eine Schulung zu FRBR angeboten. In einer weiteren Schulung können sich die Fachkolleginnen und -kollegen auf einen aktuellen Stand zum Thema Urheberrecht in der Musikbibliothek bringen lassen.

Das ausführliche Tagungsprogramm ist auf der folgenden Webseite zu finden:

http://www.aibm.info/tagungen/2015-stuttgart

Zur Vermittlung von Interviewwünschen und Gesprächen wenden Sie sich bitte an die Sekretärin von AIBM Deutschland: Dr. Silvia Uhlemann (Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt, email: sekretaerin@aibm.info).

Jürgen Diet @ 13:49
Musikräte übergeben Bayerns Staatsminister Huber Positionspapier zu TISA

Beitrag vom 27. Februar 2015

In einem Gespräch mit Staatsminister Dr. Marcel Huber übergaben die Spitzenvertreter der Musikräte aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Bayern dem Leiter der Bayerischen Staatskanzlei das Positionspapier „Handelshemmnis öffentliche Kulturförderung? Musikleben durch TiSA in Gefahr“. Im Rahmen der Übergabe am gestrigen Dienstag, 24. Februar 2015 in München äußerten die Musikratsvertreter in Zusammenhang mit den Verhandlungen zu den internationalen Abkommen TTIP (Freihandelsabkommen) und TiSA (Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen) große Sorgen zur Zukunft der Musiklandschaft im deutschsprachigen Raum. Sollte es zu einer Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen durch TiSA kommen, sind die öffentliche Kulturförderung und damit das Fundament der gesamten Kulturlandschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz gefährdet.

Musikräte übergeben TISA-Positionspapier an Staatsminister Huber

Die Musikratsvertreter bei der Übergabe des Positionspapieres an Staatsminister Huber (v.l.n.r.: Stefano Kunz, Dr. Marcel Huber, Prof. Martin Maria Krüger, Dr. Thomas Goppel, Prof. Dr. Harald Huber) © Bayerische Staatskanzlei

Staatsminister Dr. Marcel Huber, Leiter der Staatskanzlei und Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Sonderaufgaben, sagte dazu: „Auch wenn Freihandel für unseren Wohlstand unabdingbar ist, muss man die Ängste und Sorgen in der Bevölkerung sehr ernst nehmen. Ich danke den Musikräten für ihre Anregungen. Ich kann Ihnen versichern: Für die Bereiche Kultur und Medien plant Deutschland keine neuen Marktöffnungsverpflichtungen. Dahinter steht die Bayerische Staatsregierung uneingeschränkt. Ganz wichtig ist mir auch, dass die Verhandlungen der Freihandelsabkommen deutlich transparenter ablaufen müssen. Insofern ist die von EU-Kommissarin Malmström angestoßene Transparenz-Initiative sehr zu begrüßen.“

Hierzu Prof. Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrates: „Die Musikräte aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Bayern haben sich bereits wiederholt zu den Risiken der internationalen Abkommen TTIP/CETA und vor allem TiSA öffentlich positioniert. Ich freue mich, dass wir mit Staatsminister Dr. Marcel Huber einen starken Partner an der Seite haben, der unsere Forderungen nach Transparenz der Verhandlungen teilt. Unser Musikland fußt ganz wesentlich auf der föderal verankerten öffentlichen Musikförderung. Für die Zukunft unserer Kulturellen Vielfalt ist es daher essentiell, alle föderalen Ebenen möglichst flächendeckend für eine konstruktive und offene Auseinandersetzung zu TTIP/CETA und TiSA zu gewinnen.“

Dr. Thomas Goppel, Präsident des Bayerischen Musikrates: „Welche segensreiche Wirkung das Zugeständnis aller Staatlichkeit gegenüber Regionen darstellt, ihre Eigenständigkeit zu wahren und immer neu zu ordnen, kann man am Beispiel der bundesdeutschen Kulturvielfalt ständig neu studieren. Vereinheitlichung – wie auch immer – ist in der Kultur Gift.“

An dem Gespräch mit Staatsminister Dr. Marcel Huber nahmen teil:
Prof. Martin Maria Krüger, Präsident Deutscher Musikrat
Prof. Christian Höppner, Generalsekretär Deutscher Musikrat
Prof. Dr. Harald Huber, Präsident Österreichischer Musikrat
Stefano Kunz, Geschäftsführer Schweizer Musikrat
Dr. Thomas Goppel, Präsident Bayerischer Musikrat
Dr. Irmgard Schmid, Generalsekretärin Bayerischer Musikrat

In der aktuellen Ausgabe des Musikforums „Balanceakt Liberalisierung. Was uns TTIP/CETA und TiSA vorgaukeln“ werden die internationalen Abkommen differenziert beleuchtet. Die komplette Ausgabe kann in der kostenfreien App eingesehen werden.

Quelle: Meldung des Deutschen Musikrates vom 25.2.2015

Jürgen Diet @ 10:23
Call for Papers für AIBM-Tagung 2015 in Stuttgart

Beitrag vom 25. November 2014

Vom 22. bis 25. September 2015 findet die Jahrestagung der deutschen AIBM-Ländergruppe in Stuttgart statt, zu der ca. 150 bis 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet werden und die von der Stadtbibliothek, der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst und der Württembergischen Landesbibliothek ausgerichtet werden wird. Der Großteil der Tagungsveranstaltungen wird in der Stadtbibliothek Stuttgart am Mailänder Platz stattfinden.

Die Tagung soll verschiedene Themen mit musikbibliothekarischer Relevanz behandeln, u.a.

  • Erschließungs- und Präsentationsformen für physische bzw. digitale Musikbibliotheksbestände
  • Vorbereitungen für den Umstieg auf das neue Regelwerk RDA
  • Urheberrechtliche Fragestellungen
  • Musikbibliotheken und musikpädagogische Forschung, Lehre und Praxis
  • Musik-Streaming-Dienste in Musikbibliotheken
  • Musik-Apps
  • Inklusion in Musikbibliotheken
  • aktuelle Projekte in Musikbibliotheken

Wenn Sie einen Vortragsvorschlag haben, dann schicken Sie bitte den Titel und einen kurzen Abstract (max. 1.500 Zeichen) in elektronischer Form bis zum 31. Januar 2015 an:

Dr. Silvia Uhlemann
Sekretärin AIBM Deutschland
c/o Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt
Magdalenenstr. 8
64289 Darmstadt
sekretaerin@aibm.info

Für die Vorträge sind in der Regel 30 Minuten (incl. 5 Minuten Diskussion) vorgesehen. Über reges Interesse würden wir uns freuen.

In den folgenden Wochen werden weitere Informationen zur AIBM-Tagung 2015 auf der Tagungswebseite veröffentlicht werden.

Für einzelne Vorträge besteht die Möglichkeit, eine schriftliche Ausarbeitung des Vortrags in der Zeitschrift “Forum Musikbibliothek” zu veröffentlichen.

Jürgen Diet @ 12:09
14 Millionen Laienmusizierende in Deutschland laut Daten des Musikinformationszentrums

Beitrag vom 14. November 2014

Mindestens 14 Millionen Menschen in Deutschland musizieren in ihrer Freizeit oder singen in einem Chor. Zu diesem Ergebnis kommt das Deutsche Musikinformationszentrum (MIZ), ein Projekt des Deutschen Musikrats, das im Rahmen eines neuen Schwerpunktangebots zum Laienmusizieren Studien und Bevölkerungsumfragen unterschiedlicher Forschungsinstitute sowie eigene Erhebungen ausgewertet hat:

http://www.miz.org/fokus_laienmusizieren.html

Jürgen Diet @ 11:41
Die Freihandelsabkommen TTIP/TAFTA, CETA, TISA

Beitrag vom 28. Oktober 2014

Der Vorstand der deutschen AIBM‐Ländergruppe schließt sich der Kritik des Deutschen Musikrates an den geplanten Freihandelsabkommen TTIP/TAFTA, CETA und TISA an und unterstützt die Europäische Bürgerinitiative gegen TTIP und CETA unter http://stop‐ttip.org/de/unterschreiben/. Die ausführliche Stellungnahme finden Sie hier.

Jürgen Diet @ 9:48