Zu Gast im Beethoven-Haus – Die IAML-Ländergruppe Deutschland tagt 2020 in Bonn

Beitrag vom 20. Januar 2020

Beethoven-Haus, Museum, Gartenansicht mit Büste von Riscutia

Die Bibliothek des Beethoven-Hauses nimmt das Beethovenjahr zum Anlass, die IAML-Ländergruppe zur Jahrestagung einzuladen. Die Tagung findet vom 15. bis 18. September 2020 im Kammermusikaal des Beethoven-Hauses statt. Weitere beteiligte Institutionen sind die Universitäts- und Landesbibliothek und die Städtische Musikbibliothek im Schumannhaus.

Etwa 200 Bibliothekar*innen aus Öffentlichen Musikbibliotheken, Musikhochschulbibliotheken, Rundfunk- und Orchesterbibliotheken und Musikabteilungen wissenschaftlicher Bibliotheken sind eingeladen zum Austausch über neue fachliche Standards, neu erforschte Musikquellen und aktuelle Entwicklungen des Musikmedien- und Musikinformationsmanagements, zur Fortbildung in Projektmanagement und Katalogisierung und zur Diskussion über neue Herausforderungen in musikbibliothekarischen Arbeitsfeldern. Das aktuelle Tagungsprogramm ist auf der Website der IAML-Ländergruppe Deutschland und des Beethoven-Hauses abrufbar.

Die Tagungsteilnehmer*innen erwartet ein fachspezifisches Rahmenprogramm mit Führungen durch die Spezialbibliothek und das neu eröffnete Museum des Beethoven-Hauses, durch das Schumannhaus, die Musikbestände der Universitäts- und Landesbibliothek sowie durch die Werkstatt der Orgelbaufirma Klais. Mit dem Besuch der Musikausstellungen im Haus der Geschichte und im Kunstmuseum, der Konzerte des Beethovenfests und der Begehung der Beethovenstätten können die Tagungsgäste außerdem einige der Veranstaltungen zu Beethovens 250. Geburtstag erleben.

Anne Fiebig @ 17:03
Im Zentrum Mozart. Musik aus 1000 Jahren in der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg

Beitrag vom 6. September 2019

Eigenhändiger Brief Leopold Mozarts an seinen Freund, den Augsburger Verleger Johann Jakob Lotter, Salzburg 1755, Signatur: Autogr 147
Foto: Staats- und Stadtbibliothek Augsburg

Die 1537 als Stadtbibliothek gegründete, im Jahre 2012 verstaatlichte Staats- und Stadtbibliothek Augsburg birgt unter ihren reichen historischen Beständen auch eine bedeutende Sammlung an Musikalien aus 1000 Jahren. Anlässlich der Tagung der IAML Ländergruppe Deutschland e.V. in Augsburg vom 17. bis 20. September 2019 zeigt die Bibliothek nun erstmals eine repräsentative Auswahl ihrer von der internationalen Forschung intensiv genutzten Musikbestände. Unter dem Titel “Im Zentrum Mozart. Musik aus 1000 Jahren in der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg” ist die Ausstellung vom 12. bis 27. September 2019 im Unteren Cimeliensaal zu sehen.

Der Bogen spannt sich vom ältesten Stück, einem Fragment eines um 1000 geschriebenen Missales, aufgeklebt auf dem vorderen und hinteren Spiegel einer Handschrift aus Kloster Irsee, das frühe Notationen (St. Galler Neumen) zeigt, bis zu aktueller Tonkunst aus Augsburg und Bayerisch-Schwaben, wie einer autografen Partitur von Arthur Piechler (1896–1974) und Musik des Augsburger Künstlers Wolfgang Lackerschmid. – Im Zentrum der Ausstellung jedoch steht zum Jubiläum des 300. Geburtstags Leopold Mozarts der wertvolle Bibliotheksbestand von Musikalien und Werken aus der Familie Mozart, besonders Stücke des in Augsburg geborenen und stets mit seiner Heimatstadt eng verbundenen Leopold: Autografen, verschiedene frühe Notenabschriften, teilweise von ihm selbst korrigiert, sowie seine berühmte, bei Lotter 1756 herausgegebene Violinschule, eine der ersten Unterweisungen für dieses Instrument.

Mehr Informationen zu der Ausstellung finden Sie in diesem Flyer.

Anne Fiebig @ 14:22
Zu Gast in Mozarts „vatterstadt meines papa“ – Die IAML Ländergruppe Deutschland tagt 2019 in Augsburg

Beitrag vom 12. April 2019

Vom 17. bis 20. September 2019 findet die Jahrestagung der IAML Ländergruppe Deutschland heuer in Augsburg statt. Gastgebende Institutionen sind neben der Stadtbücherei Augsburg in erster Linie die Universität mit dem Leopold-Mozart-Zentrum und die Universitätsbibliothek Augsburg, wo die überwiegende Zahl der Tagungsveranstaltungen stattfinden wird.

Etwa 200 Bibliothekarinnen und Bibliothekare aus Öffentlichen Musikbibliotheken, Musikhochschulbibliotheken, Rundfunk- und Orchesterbibliotheken und Musikabteilungen wissenschaftlicher Bibliotheken sind eingeladen zum Austausch über neue fachliche Standards, neu erforschte Musikquellen und aktuelle Entwicklungen des Musikmedien- und Musikinformationsmanagements, zur Fortbildung in musikalischen Urheberrechtsfragen und zur Diskussion über neue Herausforderungen in musikbibliothekarischen Arbeitsfeldern. Das aktuelle Tagungsprogramm ist auf der Website der IAML Ländergruppe Deutschland abrufbar.

Die Tagungsteilnehmenden erwartet auch ein reizvolles Rahmenprogramm in einem musikbibliothekarisch hochinteressanten Umfeld. Augsburg ist nicht nur die Stadt der Renaissance, der Fugger und Welser, der Confessio Augustana und des Augsburger Religionsfriedens, sondern auch „Mozartstadt“: Leopold Mozart wurde 1719 hier geboren. Bedeutende Augsburger Quellenbestände zu Wolfgang Amadeus und Leopold Mozart sind die Öttingen-Wallersteinsche Bibliothek an der Universitätsbibliothek, Musikalien des ehemaligen Dominikanerklosters Heilig Kreuz und des Benediktinerstifts Lambach an der Staats- und Stadtbibliothek sowie, ebendort, die berühmte Mozartiana-Sammlung von Maximilian Zenger (siehe „Mozart und seine Welt in zeitgenössischen Bildern“, Kassel u.a.: Bärenreiter, 1961). Zu den Augsburger Mozart-Quellen und zu Leopold Mozarts in Augsburg erschienenem „Versuch einer gründlichen Violinschule“ sind verschiedene Tagungsbeträge vorgesehen. Begleitet wird die Jahrestagung außerdem von einer Sonderausstellung der Universitätsbibliothek mit Musikalien aus der Öttingen-Wallersteinschen Bibliothek.

Die 1537 gegründete Staats- und Stadtbibliothek Augsburg ist eine der bedeutendsten frühneuzeitlichen Bibliotheken Europas und verfügt über einen aus säkularisierten Augsburger und Schwäbischen Klöstern stammenden, sehr reichen Bestand an Musikhandschriften und -drucken vom Mittelalter bis ins 16. Jahrhundert, von denen einige im Rahmen zweier Sonderführungen (Mi/Do 18./19.9.2019) im Cimeliensaal bewundert werden können.

Ungewöhnlich für kleinere Öffentliche Musikbibliotheken, kann auch die Musikbücherei der Stadtbücherei Augsburg mit drei historischen Sondersammlungen aufwarten (Führungen am Do 19.9.2019): Die Musikaliensammlung des deutsch-amerikanischen Bankiers, Kunstsammlers und Mäzens James Loeb (1867–1933) enthält zahlreiche seltene Erstausgaben des späten 19. Jahrhunderts. Das Notenarchiv des Gitarreclub Augsburg (1900–1949) versammelt Musikdrucke der Wiener und Pariser Virtuosenzeit von Mauro Giuliani bis Napoléon Coste. Eine private Orchesternotensammlung der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus der Schwesterstadt Liberec (ehem. Reichenberg) mit über 100 Erstdrucken von Werken der Strauss-Familie gibt Einblicke in die kleinbürgerliche Unterhaltungsmusikrezeption und Freizeitkultur Nordböhmens zwischen den Weltkriegen (siehe auch Bibliotheksforum Bayern 4/2018).

Mit dem ganzjährigen Festprogramm „Leo 300“ feiert Wolfgang Amadeus Mozarts „vatterstadt meines papa“ den 300. Geburtstag Leopold Mozarts. Für die IAML-Gäste werden zwei Sonderführungen durch die Ausstellung „Mozarts Modewelten“ des Staatlichen Textil- und Industriemuseums (tim) angeboten: „Von Mode bis Mozart“ – Kleidung, Reisen und Kommunikation im 18. Jahrhundert (Mi/Do 18./19.9.2019).

Nach W. A. Mozarts eigenem Urteil „das beste was ich noch in meinem leben geschrieben habe“ gibt es im IAML-Sonderkonzert des Leopold-Mozart-Zentrums am Mittwochabend (18.9.2019) zu hören: das Klavier-Bläserquintett KV 452 und dessen Nachbild gleicher Tonart, Beethovens Op. 16, dargeboten von Professor*innen des Leopold-Mozart-Zentrums mit dem Münchner Pianisten Julian Riem. Und wer Augsburgs Musikgeschichte mit Live-Klangbeispielen an historischen Schauplätzen erleben möchte, lässt die Tagungswoche mit der „Musikalischen Stadtführung“ am Freitagnachmittag (20.9.2019) ausklingen.

Anne Fiebig @ 19:39
„No(w) future?(!) – Öffentliche Musikbibliotheken zwischen Bach und Bit“ oder „Wer braucht noch Musik aus der Bibliothek?”

Beitrag vom 29. Juli 2018

Gemeinsam mit den Städtischen Bibliotheken Dresden und der DBV Sektion 1 lädt die AG Öffentliche Musikbibliotheken der IAML Ländergruppe Deutschland e.V.

am Montag, 12. November 2018 von 9 bis 18 Uhr zu einem Fachtag nach Dresden ein.

Das Thema des Fachtages lautet

„No(w) future?(!) – Öffentliche Musikbibliotheken zwischen Bach und Bit“
oder „Wer braucht noch Musik aus der Bibliothek?”

und greift damit ein für die öffentlichen Bibliotheken zentrales und aktuelles Thema auf. Geplant sind Referate und Diskussionen, deren Ergebnisse an demselben Tag ausgewertet und festgehalten werden.

Die Tagung ist ohne Gebühr und offen für alle interessierten Kolleginnen und Kollegen aus den deutschen Musikbibliotheken sowie für Gäste. Weitere Informationen, das Programm und den Anmeldebogen sowie Hotelempfehlungen finden Sie hier. Bitte schicken Sie Ihre Anmeldung bis spätestens 15. Oktober 2018 an Herrn Domes.

Katharina Talkner @ 10:13
Aufruf zur Teilnahme am IAML-Kongress 2018 in Leipzig

Beitrag vom 29. Mai 2018

Vom 22. bis 27. Juli 2018 findet der internationale IAML-Kongress  in Leipzig statt. Lassen Sie es sich nicht entgehen, an diesem Großereignis teilzunehmen. Es werden über 400 Teilnehmer erwartet, davon über 100 Teilnehmer aus Deutschland. Das aktuelle Kongressprogramm ist hier zu finden. Über die Registrierungs-Webseite können Sie sich zum Kongress anmelden; es gibt auch Tagestickets.

Jürgen Diet @ 16:12