Ein Netzwerk im Geiste Santinis – Jahrestagung der deutschen Musikbibliotheken und Musikarchive im September 2017 in Münster

Beitrag vom 7. April 2017

Die Universitäts- und Landesbibliothek Münster lädt vom 4. bis zum 8. September zur Jahrestagung der AIBM, der deutschen Gruppe der Internationalen Vereinigung der Musikbibliotheken, Musikarchive und Dokumentationszentren ein. Nobler Tagungsort für die rund 150 erwarteten Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist das Schloss Münster, erbaut in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, einst Residenz der Fürstbischöfe und heute Sitz der Westfälischen Wilhelms-Universität.

Das reichhaltige Tagungsprogramm schlägt den Bogen von Themen mit Münster-Bezug zu solchen von breiter bibliothekarischer Relevanz. Wer bisher noch nicht wusste, wer Fortunato Santini war, wird spätestens nach dieser Tagung im Bilde sein. Der römische Abbate, Komponist und leidenschaftliche Musikarchivar, der zu seiner Zeit die größte private Musikaliensammlung der Welt besaß und diese 1855 ausgerechnet an das Bistum Münster verkaufte, steht im Mittelpunkt gleich mehrerer Veranstaltungen: Neben Vortrag, Ausstellung, Führung durch die Santini-Sammlung und Santini-Konzert wird anlässlich der Tagung auch der spannende und informative Film „Santini‘s Netzwerk“ von Georg Brintrup im Kino gezeigt.

Bibliothekarische Schwerpunkte des Programms sind Wege zur Vermittlung von Informationskompetenz, der neue Fachinformationsdienst Musikwissenschaft sowie Entwicklungen auf dem Sektor digitaler Notenausgaben. Vorgestellt wird außerdem ein neues Konzept für MusicSpaces an wissenschaftlichen Bibliotheken analog zu Makerspaces als Orte des kreativen Lernens und Arbeitens. Wie schon auf dem Bibliothekartag 2017 in Frankfurt und auf der internationalen Tagung in Riga wird auch in Münster der Diskussion um die Zukunft der Musikbibliotheken, um ihre Herausforderungen und Perspektiven im digitalen Zeitalter breiter Raum gewährt. Ein Dauerthema, das sicher nicht zum letzten Mal auf der Agenda steht, sind die musikspezifischen Regeln des neuen Erschließungsstandards zur Katalogisierung RDA und die damit verbundenen Fragen und Probleme. Zu Beginn der Tagung wird wieder eine RDA-Schulung Musik angeboten. Ein weiterer Workshop zeigt Möglichkeiten auf, kleine Video-Tutorials für den Bibliotheksbereich selbst zu produzieren.

Attraktive Führungen ergänzen wie immer das Tagungsprogramm. Ein Highlight für Krimifans ist hier sicher die Tour durch Münster auf den Spuren von Thiel, Börne, Wilsberg & Co.

Das ausführliche Tagungsprogramm ist auf der folgenden Webseite zu finden:
http://www.aibm.info/tagungen/2017-muenster/

Zur Vermittlung von Interviewwünschen und Gesprächen wenden Sie sich bitte an die Sekretärin von AIBM Deutschland, Frau Dr. Katharina Talkner:
email: sekretaerin@aibm.info

Jürgen Diet @ 10:23
Podiumsdiskussion zur Zukunft der Musik in Öffentlichen Bibliotheken beim Bibliothekartag 2017 in Frankfurt

Beitrag vom 22. März 2017

Musikbibliotheken sind kostenintensiv und bringen weniger Ausleihzahlen als andere Abteilungen. Die einst im „Modell der Öffentlichen Musikbibliothek“ (Deutsches Bibliotheksinstitut 1985) formulierte Vision, in jeder größeren Stadt analog zu den kommunalen Musikschulen eine Musikbibliothek einzurichten, ist nicht nur in weite Ferne gerückt, sondern scheint vielmehr nicht mehr zeitgemäß. In Öffentlichen Bibliotheken werden Notenbestände drastisch reduziert oder aufgelöst. Musikbibliothekarische Stellen werden nicht mehr oder fachfremd besetzt, der musikbibliothekarische Auskunftsservice wird eingestellt. Ist die Öffentliche Musikbibliothek durch den gesellschaftlichen Wandel mit ihrem veränderten Konsum von Musik ein Auslaufmodell? Oder ist sie mehr denn je eine unverzichtbare Institution im Kontext von musikalischer Bildung und Musikpraxis? Wie müssten Musikbibliotheken ausgestattet sein, um den veränderten Erwartungen der musikinteressierten Nutzer Rechnung zu tragen?

Diesen Fragestellungen widmet sich eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Die Zukunft der Musik in Öffentlichen Bibliotheken – Perspektiven und Herausforderungen“, die am 31.5.2017 um 13:30 Uhr beim diesjährigen Bibliothekartag in Frankfurt stattfinden wird. Der einmal jährlich stattfindende Bibliothekartag ist die größte bibliothekarische Fortbildungsveranstaltung in Deutschland mit mehreren Tausend Teilnehmern. In der von der deutschen Ländergruppe der Internationalen Vereinigung der Musikbibliotheken organisierten und von Prof. Dr. Holger Noltze moderierten Veranstaltung diskutieren folgende Podiumsteilnehmer:

  • Klaus-Peter Böttger, Leiter der Stadtbibliothek Essen, 2012-2015 Präsident von EBLIDA, des Europäischen Dachverbandes der nationalen Bibliotheksverbände
  • Susanne Hein, Leiterin der Musikbibliothek der Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2003-2009 Präsidentin der deutschen Ländergruppe der AIBM
  • Christian Höppner, Berlin, Präsident des Deutschen Kulturrats, Generalsekretär des Deutschen Musikrats
  • Barbara Lison, Leiterin der Stadtbibliothek Bremen, Bundesvorsitzende des Deutschen Bibliotheksverbands
  • N.N.

Aktuelle Informationen zu dieser Podiumsdiskussion sind im online bereitgestellten Konferenzprogramm des Bibliothekartages enthalten:

http://www.professionalabstracts.com/dbt2017/iplanner/#/grid

Jürgen Diet @ 17:10
Stellungnahme von AIBM Dt. zum Referentenentwurf für das neue Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz

Beitrag vom 22. Februar 2017

Die deutsche AIBM-Ländergruppe hat am 22.2.2017 eine Stellungnahme zum Referentenentwurf für das neue Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz and das Bundesjustizministerium geschickt und dort Bedenken geäußert zu den geplanten neuen Kopierregelungen bei Notendrucken.

Jürgen Diet @ 13:08
Call for Papers für die AIBM-Tagung 2017 in Münster

Beitrag vom 26. November 2016

Vom 5. bis 8. September 2017 findet die Jahrestagung der deutschen AIBM-Ländergruppe an der Universitäts- und Landesbibliothek Münster statt.

Die Tagung soll verschiedene Themen mit musikbibliothekarischer Relevanz behandeln, u.a.
– Erschließungs- und Präsentationsformen für physische bzw. digitale Musikbibliotheksbestände
– Digitale Noteneditionen
– Vermittlung von Informationskompetenz und Recherche-Technik
– urheberrechtliche Fragestellungen
– Musik-Streaming-Dienste in Musikbibliotheken
– Musik-Apps
– aktuelle Projekte in Musikbibliotheken

Wenn Sie einen Vortragsvorschlag haben, dann schicken Sie bitte den Titel und einen kurzen Abstract (max. 1.500 Zeichen) in elektronischer Form bis zum 31. Januar 2017 an aibm-vorstand@aibm.info.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Dr. Katharina Talkner
Sekretärin AIBM Deutschland
c/o Hochschule für Musik und Theater Hannover
Emmichplatz 1
30175 Hannover
sekretaerin@aibm.info

Für die Vorträge sind in der Regel 30 Minuten (incl. 5 Minuten Diskussion) vorgesehen. Über reges Interesse würden wir uns freuen.

In den folgenden Wochen werden weitere Informationen zur AIBM-Tagung 2017 auf der Tagungswebseite veröffentlicht werden: http://www.aibm.info/tagungen/2017-muenster/

Für einzelne Vorträge besteht die Möglichkeit, eine schriftliche Ausarbeitung des Vortrags in der Zeitschrift „Forum Musikbibliothek“ zu veröffentlichen, siehe http://www.aibm.info/publikationen/forum-musikbibliothek.

Katharina Talkner @ 18:11
Detmold lädt im September 2016 zur AIBM-Jahrestagung ein

Beitrag vom 16. April 2016

Vom 6. bis 9. September 2016 werden sich voraussichtlich 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Musikbibliotheken und Musikarchiven in Detmold zum intensiven fachlichen Austausch treffen. Dort findet die Jahrestagung der Internationalen Vereinigung der Musikbibliotheken, Musikarchive und Musikdokumentationszentren (AIBM), Gruppe Deutschland, statt. Sie ist im 2015 neu errichteten FORUM Wissenschaft | Bibliothek | Musik zu Gast, einer Kooperation der Bibliothek der Hochschule für Musik Detmold, der Lippischen Landesbibliothek / Theologische Bibliothek, des Musikwissenschaftlichen Seminars Detmold / Paderborn, des Netzwerkes Musikhochschulen und des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen.

Im reichhaltigen Tagungsprogramm finden sich neben Vorträgen zur digitalen Musikwissenschaft, zu Tonarchiven und Schallplatten auch Berichte über Makerspaces in Öffentlichen Musikbibliotheken und Recherchemöglichkeiten für Aufführungsmaterialien weltweit. Erstmals veranstaltet die AIBM eine Podiumsdiskussion zu Approval Plans für Musikbibliotheken. Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit musikbezogenen Führungen durch verschiedene Institutionen von der Musikbibliothek über das Landesarchiv bis zum Musikkindergarten und einem Konzert mit Studierenden der Hochschule für Musik Detmold rundet die Tagung ab.

Zu Beginn der Tagung werden drei Schulungen angeboten, die sich mit den musikspezifischen Katalogisierungsregeln im neuen Regelwerk RDA, mit urheberrechtlichen Fragestellungen und mit Musik-Apps beschäftigen.

Das ausführliche Tagungsprogramm ist auf der folgenden Webseite zu finden:

http://www.aibm.info/tagungen/2016-detmold/

Zur Vermittlung von Interviewwünschen und Gesprächen wenden Sie sich bitte an die Sekretärin von AIBM Deutschland über die email-Adresse sekretaerin@aibm.info.

Jürgen Diet @ 15:13